Der Tierbereich
Die tiergestützte pädagogische Arbeit
ist ein wesentlicher Teil der pädagogischen Arbeit in unserer
Einrichtung.
Im Tierbereich leben 3 Ponys, 3 Pferde,
2 Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Hühner, ein Schaf und eine
Ziege. Die Tiere werden artgerecht gehalten und von Kindern und
Jugendlichen unter fachlicher Anleitung versorgt. Dies gilt sowohl
während der Öffnungszeiten als auch an den Wochenenden.
Dieser Bereich gibt damit auch Kindern
und Jugendlichen, die keine eigenen Haustiere versorgen können, die
Möglichkeit den Umgang mit Tieren zu erlernen und eine Beziehung zu
ihnen aufzubauen. Im besonderen Maße wird dabei das Tragen von
Verantwortung geschult.
Dem Umgang mit den Pferden und Ponys
kommt dabei eine große Bedeutung zu. Die Pferde bieten den Kindern
und Jugendlichen einen besonders intensiven körperlichen und
emotionalen Kontakt. Sie fordern als „Partner“ die volle
Aufmerksamkeit. Durch den Aufbau einer Beziehung zum Pferd mit dessen
feinem Gespür für Stimmungen und unmittelbaren Reaktionen auf
falsche Behandlung entsteht eine natürliche Verhaltensregulation.
Das Reiten, Voltigieren und die
Versorgung der Tiere findet in Gruppen statt. Auseinandersetzungen,
Einigungsprozesse und damit soziales Lernen ist wichtiger Teil der
Arbeit.
Im individuellen Bereich fördert die
tiergestützte pädagogische Arbeit den Aufbau von Selbstvertrauen,
Selbsteinschätzung, Selbstwertgefühl und Eigeninitiative. Die
Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit wird verbessert, Ängste
und Verkrampfungen abgebaut. Beim Reiten übermittelt das Pferd
gymnastizierende Bewegungsimpulse, die das Gleichgewicht, die
Beweglichkeit und die Wahrnehmung von Kindern trainiert.

Insgesamt wird der Tierbereich von 115
Kindern und Jugendlichen regelmäßig genutzt. Bei Ferienmaßnahmen
und Freizeiten kommen weitere hinzu. Täglich finden bis zu vier Reit- oder Voltigiergruppen
statt. Je nach Wetterlage wird auf dem kleinen Reitplatz, auf der
Wiese oder im Gelände geritten. Seit Frühjahr 2003 bietet der
Bau-Hof Arbeitsgemeinsachaften für die örtlichen Schulen an. Z.Zt.
nehmen dies 4 Schulen wahr.
Eine für diesen Bereich zuständige
Pädagogin verfügt über eine Zusatzausbildung im Heilpädagogischen
Reiten und Voltigieren und über Trainer-Lizenzen in beiden Bereichen.
Viele Aufgaben rund um die Versorgung der Tiere wird von Kindern und Jugendlichen selbstständig auch am Wochenende übernommen. Einige Jugendliche sind ausgebildete Jugendgruppenleiter/innen mit entsprechenden Fortbildungen für diesen Bereich. Sie übernehmen mit viel Engagement zusätzliche Betreuungsaufgaben bei unterschiedlichen Angeboten.

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